Die Prottenlanke ist eine ehemalige Bucht des Parsteiner Sees ( vgl. MAUERSBERGER & MAUERSBERGER (1996) und liegt südwestlich im Bereich des Kuhbads. Hier hindurch verläuft der Hauptabfluss des Sees, der durch den Nettelgraben realisiert wird, der durch den Weißen See weiter nach Chorin führt.

Die ersten beiden Aufnahmen zeigen Unterwasserszenerien am Grund der Prottenlanke, wo die Taucher auf besonders auffällige Gebilde eines Süßwasserschwammes stießen. Die verästelte Form ist sehr markant und unterscheidet diese Schwämme deutlich von jenen, die auf der Seite „Tierkolonien“ abgebildet waren.

Da die Prottenlanke nicht tiefer als 2 Meter und ihr Wasser fast ebenso klar wie im übrigen See ist, reicht das Licht am Grund für die Ansiedlung von Algen in den Schwämmen aus, so dass diese entsprechend grün erscheinen.

Der Aufwand, um diese beiden Bilder machen zu können, war relativ hoch, es mussten bestimmte Lichtverhältnisse geschaffen werden, die nur durch das Zusammenwirken beider Taucher realisiert werden konnten, was wiederum eine Kommunikation voraussetzte, die sich unter diesen Bedingungen sehr schwierig gestaltete. Die abgebildete Taucherin musste eine bestimmte Position einnehmen und den Scheinwerfer wiederum in einem bestimmten Winkel halten. Das Hin- und Hermanövrieren musste zudem so erfolgen, dass möglichst wenig vom Untergrund aufwirbelte - ein kompliziertes Unterfangen.

Die Prottenlanke wird ringsum von einem mehr oder weniger breiten Verlandungsgürtel gesäumt, nur an einer Stelle im Norden kann man bis ans Ufer herantreten.

Alle hier gezeigten Fotos entstanden im südlichen Bereich.

Gelegentlich beobachtet man in den Sommermonaten bei hohen Temperaturen so genannte Aufsteiger, bei denen es sich um ein an die Wasseroberfläche gedrücktes Stück Untergrund samt der darauf befindlichen Vegetation handelt. Ursache sind nach Breithaupt (2008) abgestorbene Schilfrhizome, mit denen der Untergrund durchzogen ist, und die nach dem Absterben den Halt verlieren und nach oben steigen.

Solche Erscheinungen findet man nicht nur in der Prottenlanke, sondern auch an vielen anderen Stellen im See, so z.B. auch am Pehlitzwerder (BREITHAUPT 2008).

Wenn der Characeenfilz ein Stück aus dem Wasser herausragt, stirbt er nach einer gewissen Zeit ab und erscheint dann auffallend hell. Unter dem Aufsteiger befindet sich Wasser, mitunter auch etwas Gas, das beim Durchstechen entweicht. Bei abfallenden Temperaturen sinken die Aufsteiger wieder zum Grund.

Mittelseehttp://www.kumapictures.de/ParsteinerSeeUnterwasserwelt/Mittelsee.htmlshapeimage_1_link_0
Winterhttp://www.kumapictures.de/ParsteinerSeeUnterwasserwelt/Winter.htmlshapeimage_2_link_0
Hauptmenühttp://www.kumapictures.de/ParsteinerSeeUnterwasserwelt/Hauptmenu.htmlshapeimage_3_link_0

Alle folgenden Bilder wurden am 7. Juni 1997 vom Schlauchboot aufgenommen (mit Fuji Velvia Diafilm). Die Verwendung eines Polarisationsfilters ermöglicht teilweise den Blick bis zum Grund (hier in etwa 1,5 Meter Wassertiefe).

Manche Aufsteiger treiben von ihrem ursprünglichen Ort weg, wenn sie von der umgebenden Vegetation abreißen und somit den Halt verlieren. Am Gewässergrund entstehen dann regelrechte kahle Stellen, wie auf den unteren beiden Bildern zu sehen ist: Der Armleuchteralgenteppich (Characeenwiese) ist hier unterbrochen, das Sediment ist damit freigelegt.